Wichtiges und Wissenswertes über Solarstrom

Azimutwinkel:

Der Azimutwinkel gibt an, um wie viel Grad die Modulflächen von der exakten Südausrichtung abweichen. Untersuchungen belegen, dass Solaranlagen mit einem Azimutwinkel von etwa 0 Grad und einem Neigungswinkel um 30 Grad optimal ausgerichtet sind. Doch kleinere Abweichungen sind nicht unbedingt problematisch: Bei der Orientierung nach Südost oder Südwest können noch immer rund 95 Prozent der möglichen Ernte eingefahren werden.


Anlagenleistung:

Die Anlagenleistung wird in Kilowattpeak (kWp) angegeben. Die elektrischen Werte eines Solarmoduls - und damit der gesamten Anlage - ändern sich entsprechend dernRahmenbedingungen, insbesondere der Beleuchtungsintensität. In der Photovoltaik wird die maximal mögliche Leistung einer Solaranlage bei Standardtestbedingungen als Peak-Leistung definiert. Sie wird in Watt gemessen und als Wp (Watt-Peak) angegeben. Als Standardbedingung wird eine Sonneneinstrahlung von 1000 Watt pro Quadratmeter angesetzt, die in Deutschland in den Mittagsstunden eines schönen Sommertages erreicht wird.

Dachneigung:
Der optimale Neigungswinkel hängt vom Verlauf der Sonnenbahn und damit von der geografischen Breite eines Ortes ab (Freiburg z.B. liegt am 48. Breitengrad und Lübeck am 54. Breitengrad). In Deutschland beträgt der ideale Neigungswinkel ca. 35 Grad. Abweichungen von der optimalen Orientierung und Neigung wirken sich allerdings nur geringfügig auf den Ertrag aus, da die Einstrahlung in Mitteleuropa einen hohen Diffusanteil hat und somit ein großer Teil der Strahlung ohnehin gebrochen auf die Moduloberfläche auftrifft. Bei einer Dachneigung zwischen 20 Grad und 50 Grad ist die Ertragsminderung in der Regel kleiner als 5 Prozent. Ähnlich verhält es sich mit der Süd-Ausrichtung des Daches. Auch die Abweichung von der exakten Südrichtung kann je nach Konstellation nur geringen Einfluß haben. So können z.B. Dachanlagen mit Süd-West- oder Süd-Ostausrichtung und flacher Dachneigung immer noch 95 Prozent des Idealertrages erbringen.

Erneuerbare Energien Gesetz (EEG):
Das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien - Erneuerbare-Energien-Gesetze (EEG) - wurde am 25. Februar 2000 im Bundestag verabschiedet und 2004 novelliert. Es sieht unter anderem eine feste Vergütung für in das Stromnetz eingespeisten Solarstrom vor. Der Vergütungssatz wird politisch festgelegt und von Zeit zur Zeit neu bestimmt.

Einspeisevergütung:
Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird Strom aus Solaranlagen durch die örtlichen Netzbetrieber mit einem festen Betrag pro Kilowattstunde vergütet. Für in 2010 (nach dem 01.10.2010) installierte Anlagen unter 30 Kilowattpeak beträgt die Vergütung 33,03 Cent pro Kilowattstunde - über einen Zeitraum von 20 Jahren plus der verbleibenden Monate aus dem Jahr der Inbetriebnahme.

Einspeisezähler:
Spätestens seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland müssen netzgekoppelte Photovoltaikanlagen mit einem Einspeisezähler ausgestattet werden. Er wird neben dem bereits vorhandenen Verbrauchszähler installiert und misst die von der Solarstromanlage produzierte und ins öffentliche Netz eingespeiste Strommenge in Kilowattstunden.

Inselsystem bzw. Inselanlage:
Hierunter versteht man Photovoltaikanlagen, die unabhängig vom Stromnetz betriebenen werden. Der mit Solarmodulen erzeugte Strom wird in Akkus gespeichert oder direkt verbraucht. Inselanlagen werden vor allem in abgelegenen Gegenden (Wochenendhaus) oder an Orten eingesetzt, wo der Netzanschluss wegen der Kosten für neue Leitungen wirtschaftlich nicht sinnvoll ist (z.B. Beleuchtung in Parks).

Kilowattpeak (kWp):
siehe Anlagenleistung

Kilowattstunde (kWh):
Kilowattstunde ist die Einheit der elektrischen Arbeit. 1 Kilowattstunde = 1000 Watt über den Zeitraum von einer Stunde.

Leistungsgarantie:
Unser Modullieferant Sunowe gibt Ihnen eine Leistungsgarantie von 25 Jahren auf alle für die Netzkopplung geeigneten Module. Die Leistungsgarantie greift dann, wenn das Produkt nicht den im Garantiezertifikat angegebenen Prozentsatz der Mindestleistung gemäß Datenblatt erreicht.

Modul:
siehe Solarstrommodul

Modulwirkungsgrad:
siehe Wirkungsgrad

Monokristalline Technologie:
Aus hoch reinem Silizium wird ein Siliziumstab gewonnen, der in Scheiben gesägt wird. Das Verfahren ist recht aufwändig, garantiert aber einen hohen Wirkungsgrad.

Montagesystem:
siehe Tragekonstruktion

Netzgekoppelte Anlage:
Hierunter versteht man Photovoltaikanlagen, die an das öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Der auf dem Dach produzierte Solarstrom wird komplett eingespeist. Der eigene Strombedarf wird aus dem öffentlichen Netz gedeckt. Zur Netzeinspeisung muss der Gleichstrom der Solarmodule in Wechselstrom umgewandelt und auf die Netzspannung transformiert werden. Dies geschieht mit Hilfe eines Wechselrichters.

Photovoltaik:
Photovoltaik bezeichnet die direkte Gewinnung von Strom aus Sonnenlicht (auch photovoltaischer Effekt). Das Wort Photovoltaik besteht aus dem griechischen Wort für Licht "photon" und dem Namen "Volta". Volta war ein italienischer Physiker, der als Namensgeber für die Bezeichnung der Einheit der elektrischen Spannung herangezogen wurde.

Polykristalline Technologie:
Flüssiges Silizium wird in Blöcke gegossen, kühlt ab und verschiedene Kristallstrukturen entstehen. Diese relativ großen Kristalle haben sichtbare Korngrenzen und eine Größe von einigen Millimetern bis Zentimetern. Der Wirkungsgrad einer polykristallinen Zelle ist meist etwas geringer als bei monokristallinen Siliziumzellen. Das Herstellungsverfahren ist aber kostengünstiger und weniger energieintensiv.

Produktgarantie:
Die Produktgarantie bezieht sich auf das Material und die Verarbeitung des Produktes. Es wird garantiert, dass das verkaufte Produkt für einen gewissen Zeitraum frei von Material- und Verarbeitungsfehlern ist. Sunowe und die zenolar KG gewähren bei allen verbauten Modulen eine Produktgarantie von mindestens fünf Jahren.

Solarstrommodul:
Ein Solar- oder Photovoltaikmodul besteht aus mehreren miteinander verschalteten Solarzellen. Die Solarzellen werden zwischen zwei Glas- oder Kunststoffscheiben eingebettet und sind so vor Witterungseinflüssen geschützt. Photovoltaikmodule werden in der Regel in einem Rahmen auf dem Dach oder einem Trägergestell montiert.

Solarzelle:
Solarzellen bestehen im Wesentlichen aus Silizium. Unter Zufuhr von Licht setzen Solarzellen positive und negative Ladungsträger frei und erzeugen so Gleichstrom, der direkt Motoren antreiben oder Akkus aufladen kann. Soll Sonnenenergie auch zum Betrieb von Verbrauchern mit 230 Volt Wechselspannung genutzt oder ins öffentliche Netz eingespeist werden, wird ein Wechselrichter benötigt, der den Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt.

Systemwirkungsgrad:
siehe Wirkungsgrad

Tragekonstruktion:
Diese sind für die Anbringung von Solarmodulen auf Dächern notwendig. Allgemein haben sich weitestgehend metallische Tragekonstruktionen durchgesetzt (Alu, verzinkter Stahl).

Verschattung:
Um den geplanten Standort für eine Solarstromanlage beurteilen zu können, muss insbesondere der Frage nachgegangen werden, ob z.B. umliegende Gebäude oder Bäume Schatten auf die vorgesehene Modulfläche werfen. Ist dies der Fall, wird die Leistungsfähigkeit der Anlage eingeschränkt.

Wafer:
Bei der Herstellung von Solarzellen werden Siliziumkristalle oder -blöcke in "Scheiben" gesägt, die man auch als Wafer bezeichnet.

Wechselrichter:
Ein Wechselrichter wandelt den von einem Solarmodul erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, damit er in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden kann.

Wirkungsgrad:
Der Wirkungsgrad beschreibt allgemein das Verhältnis der nutzbaren Leistung (z.B. abgegebene elektrische Leistung) zur zugeführten Leistung (z.B. solare Einstrahlung). Je höher der Wirkungsgrad, desto besser ist die Fähigkeit, Lichteinstrahlung in Strom umzuwandeln. Man unterscheidet Zell-, Modul- und Systemwirkungsgrad. In der kommerziellen Massenfertigung wird derzeit ein Zellwirkungsgrad je nach eingesetzter Technologie von durchschnittlich zirka 15 Prozent erzielt. Der Modulwirkungsgrad bezieht sich auf die gesamte Modulfläche und ist immer etwas geringer als der Zellwirkungsgrad. Dies liegt u.a. an den nicht nutzbaren Zwischenräumen der aneinander gereihten Solarzellen im Modul sowie der Rahmenfläche. Der Systemwirkungsgrad bezieht sich auf die komplette Solarstromanlage und ist wiederum niedriger als der Modulwirkungsgrad. Hier ist in Relation zum Modulwirkungsgrad ein weiterer Abfall zu verzeichnen, der auf die Leitungsverluste der Kabel sowie die Umwandlungsverluste im Wechselrichter zurückzuführen ist.

Zertifizierter Installateur:
zensolar arbeitet im Rahmen des Qualitätsprogramms „zensolar Installateur“ eng und vertrauensvoll mit einem professionellen Kreis von Installateuren zusammen. Diese ausgewiesenen Partner werden jährlich intensiv in zensolar Produkten, Qualität der Installation, aber auch anderen Bereichen wie beispielsweise Arbeitssicherheit und Kundenzufriedenheit geschult.

Zellwirkungsgrad:
siehe Wirkungsgrad